Die Selbstmordpiloten
Die Selbstmordpiloten
Honigbienen sind leicht zu erkennen. Sie sind klein, mit gedämpften braunen und goldenen Streifen, recht kleine Augen – die allerdings behaart sind! – und ein paar große Pollensammelkörbe an jedem Bein, gut gefüllt mit Pollenkörnern, die mit nach Hause ins Nest sollen. Honigbienen leben in Dänemark nicht wild, aber viele Menschen halten sie als Haustiere, weshalb man sie in den meisten Naturgebieten Dänemarks antreffen kann. Viele Menschen empfinden Honigbienen als irgendwie romantisch – vor allem, wenn es nicht zu viele auf einmal sind. Aber man darf nicht vergessen, dass sie tatsächlich gut stechen können, auch wenn es für sie selbst gefährlicher ist als für ihre Opfer.
Eine Honigbiene, die stechen will, ist in einer Selbstmordmission unterwegs. Wenn sie sticht, bleibt der Stachel nämlich in der Wunde, und wenn die Biene versucht, sich zurückzuziehen, zerreißt sie sich den Hinterleib. Der Stachel und die zugehörigen Giftdrüsen bleiben sitzen und pumpen das Gift mehrere Minuten lang weiter in die Wunde, wenn man sie nicht entfernt.
Findet man einen blühenden Strauch voller Honigbienen, ist wahrscheinlich auch deren Feind Nummer 1, der Bienenwolf, nicht weit. Das ist eine Wespe, die sich auf das Jagen und Töten von Honigbienen spezialisiert hat, mit welchen sie ihre Jungen füttert.